Growatt NOAH 2000 Batteriespeicher - Lohnt sich die Investition?

  • Hallo liebe Solar-Community,

    ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Erweiterung meiner bestehenden PV-Anlage um einen Batteriespeicher und bin dabei auf den Growatt NOAH 2000 gestoßen. Da hier im Forum immer sehr kompetent diskutiert wird, würde ich gerne eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem System hören.

    Meine aktuelle Situation:

    • Bestehende PV-Anlage: 2 kWp

    Warum der Growatt NOAH 2000?

    Der NOAH 2000 hat mich aus mehreren Gründen interessiert:

    • Kompakte Bauweise: Passt gut in meinen Technikraum
    • 2,56 kWh Kapazität als Einstieg
    • LiFePO4-Technologie für Langlebigkeit
    • Integriertes BMS mit Überwachung
    • Preis: Ca. 600 Euro für das 2 kWh Modul
    • Modular erweiterbar ohne großen Aufwand

    Meine konkreten Fragen an die Community:

    1. Reale Erfahrungen mit dem NOAH 2000: Hat jemand bereits den NOAH 2000 im Dauerbetrieb? Wie sind eure Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit und Leistung? Gab es unerwartete Probleme oder Ausfälle?

    2. Kompatibilität mit bestehenden Wechselrichtern: Funktioniert der NOAH 2000 problemlos mit verschiedenen Wechselrichter-Marken oder gibt es Kompatibilitätsprobleme?

    3. Tatsächlicher Wirkungsgrad: Growatt bewirbt einen Wirkungsgrad von >95%. Erreicht der Speicher diesen Wert auch in der Praxis? Wie hoch sind die Standby-Verluste wirklich?

    4. Erweiterbarkeit in der Praxis: Wie einfach ist die nachträgliche Erweiterung um weitere Module? Kann man Jahre später problemlos erweitern oder gibt es Softwareprobleme bei gemischten Produktionschargen?

    5. Monitoring und App-Funktionen: Wie detailliert ist das Monitoring über die Growatt-App? Kann man historische Daten einsehen, Ladezyklen verfolgen und den Speicher fernsteuern?

    6. Vergleich mit der Konkurrenz: Wie schlägt sich der NOAH 2000 preislich und technisch gegen etablierte Konkurrenten wie:

    • BYD Battery-Box Premium LVS
    • Pylontech US2000C
    • Huawei LUNA2000

    Wirtschaftliche Überlegungen:

    Bei meinem Strompreis von 35 Cent/kWh könnte ich theoretisch:

    • Eigenverbrauch steigern von 35% auf etwa 60-65%
    • Jährliche Ersparnis: Ca. 400-500 Euro bei 2,56 kWh Speicher
    • Amortisationszeit: Etwa 3-4 Jahre

    Rechnet sich das in euren Augen oder bin ich zu optimistisch?

    7. Langzeit-Haltbarkeit: Growatt gibt 10 Jahre Garantie auf den NOAH 2000. Hat jemand Erfahrungen mit der Alterung der Batteriezellen? Wie entwickelt sich die Kapazität über die Jahre?

    8. Installation und Wartung: Ist die Installation wirklich so plug-and-play wie beworben? Braucht man zwingend einen Elektriker oder kann ein versierter Heimwerker das selbst machen?

    Besondere Anwendungsfälle:

    Da wir oft abends viel Strom verbrauchen (Waschmaschine, Geschirrspüler, E-Auto gelegentlich), wäre der Speicher hauptsächlich für die Abend-/Nachtversorgung gedacht.

    Zusätzliche Fragen:

    • Wie verhält sich der Speicher bei häufigen kleinen Ladezyklen?
    • Gibt es eine Mindestladung, die gehalten werden sollte?
    • Funktioniert die Notstromfunktion zuverlässig?

    Alternative Überlegungen:

    Alternativ überlege ich auch:

    • Größer einsteigen: Direkt mit 5-7 kWh starten
    • Andere Hersteller: Auf bewährtere Marken setzen (teurer, aber sicherer?)
    • Warten: Noch 1-2 Jahre auf weitere Preisrückgänge warten

    Aktuelle Zweifel:

    Offen gestanden bin ich etwas unsicher, ob Growatt als chinesischer Hersteller die gleiche Langzeitzuverlässigkeit bietet wie europäische Hersteller. Andererseits ist der Preisunterschied erheblich.

    Hat jemand schlechte Erfahrungen mit Growatt-Produkten gemacht? Oder läuft bei euch alles problemlos?

    Besonders interessant wären für mich:

    • Langzeiterfahrungen (>2 Jahre Betrieb)
    • Erfahrungen mit dem Kundensupport
    • Vergleiche mit anderen Systemen
    • Realistische Wirtschaftlichkeitsrechnungen

    Ich würde mich riesig über eure Einschätzungen freuen! Gerade bei einer Investition von 1.500+ Euro möchte ich keine Fehlentscheidung treffen.

    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

    P.S.: Falls jemand Screenshots vom Monitoring oder detaillierte Verbrauchsauswertungen hat, wäre das super für meine Entscheidungsfindung.

    Beste Grüße

    Alex

  • Ich hab mich letztes Wochenende beim Staubsaugen (klassische Batteriedenker-Zeit, kennt ihr das?) gefragt, wie wohl die ganze Recycling-Geschichte bei diesen kompakten Heimspeichern läuft... Also nicht nur, hält die Batterie, sondern: Was passiert am Ende mit dem Ding? Wenn die PV-Anlage in 10–15 Jahren noch munter Strom macht, aber die Speicherzellen so langsam schlapp werden – wie einfach lässt sich dann ein Upgrade durchführen? Oder stehen wir irgendwann mit ’nem schicken, aber nutzlosen Metallklotz da, weil der Austausch oder das Recycling sündhaft teuer sind? Vielleicht ist auf lange Sicht gar nicht nur der Einstiegspreis entscheidend, sondern wie flott sich das Ding aus- und umrüsten lässt... Wer schaut beim Speicherkauf eigentlich schon auf den „Abgang“?

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