Mir kommt da oft der Gedanke: Wir reden über Standorte, als wären sie statisch – aber was, wenn wir die Landschaft als etwas Bewegliches, Wandelbares begreifen? Ein Solarstandort heute, kann in 20 Jahren durch wuchernde Baumkronen, neue Bebauung oder veränderte Niederschlagsmuster völlig andere Bedingungen haben. Wer denkt beim Ausrichten der Module schon an den alten Apfelbaum, der vielleicht jetzt noch mickrig dasteht, aber in Jahrzehnten ein Schattengeber sein wird? Oder an die Umwidmung einer Brachfläche, die plötzlich zugebaut wird und damit Windströmungen ändert?
Mich beschäftigt: Sollten wir nicht Standortwahl dynamischer denken, vielleicht modularer bauen, damit wir auf Veränderungen reagieren können? Wie „wachsendes“ Bauen in der Architektur, nur eben für Solartechnik – mit Spielräumen für Verschattung, Umbau, Versetzung. Manchmal frage ich mich, ob unser Wunsch nach Optimierung nicht zu sehr im Jetzt verhaftet bleibt… und weniger in Szenarien, wie sich der Ort und das Klima wandeln werden.
Hab übrigens grad meinen Kaffee verschüttet 🙄 – irgendwie auch so ein kleines Alltags-Extremwetter.