Hallo zusammen,
nach monatelangem Überlegen und Rechnen möchte ich endlich den Sprung wagen und eine günstige Solaranlage installieren lassen. Da die Strompreise immer weiter steigen und ich als Rentner auf jeden Euro achten muss, bin ich auf der Suche nach einer kostengünstigen, aber trotzdem soliden Lösung.
Meine Ausgangssituation:
- Einfamilienhaus: Bj. 1987, Südostdach 45° Neigung
- Verfügbare Dachfläche: Ca. 35 m² (keine Verschattung)
- Stromverbrauch: 3.200 kWh/Jahr (2-Personen-Haushalt)
- Aktueller Strompreis: 38 Cent/kWh
- Budget: Maximal 8.000-10.000 Euro (inkl. Installation)
- Ziel: Stromkosten senken, aber Investition schnell amortisieren
Was ich bisher recherchiert habe:
Günstige Komponenten, die ich gefunden habe:
- Module: Jinko Solar oder Longi 400-450W (ca. 80-100€/Stück)
- Wechselrichter: Growatt oder Sofar (deutlich günstiger als SMA/Fronius)
- Montagesystem: Standard-Aufdach-System (günstiger als Indach)
- Anlagengröße: 6-7 kWp (ca. 15-18 Module)
Meine konkreten Fragen:
1. Erfahrungen mit günstigen chinesischen Modulen: Hat hier jemand Erfahrungen mit Jinko Solar, Longi oder JA Solar Modulen? Wie ist die Qualität wirklich? Halten die beworbenen 25 Jahre Garantie oder gibt es oft Probleme?
2. Wechselrichter-Alternativen zu den teuren Marken: Wie schlagen sich Growatt, Sofar oder Solis Wechselrichter im Vergleich zu SMA oder Fronius? Ist die Ersparnis von 1.000-1.500 Euro das Risiko wert?
3. Wo kann man beim Installateur sparen:
- Lohnt es sich, die Komponenten selbst zu kaufen und nur die Installation zu beauftragen?
- Welche Arbeiten kann man als Heimwerker selbst übernehmen?
- Gibt es regionale Unterschiede bei den Installationskosten?
4. Günstige, aber seriöse Anbieter: Kennt jemand bundesweit tätige, günstige Anbieter? Ich höre oft von 1Komma5°, Zolar oder Enpal - taugen die was oder sollte man lieber den örtlichen Elektriker nehmen?
5. Förderungen optimal nutzen:
- KfW-Kredit 270: Lohnt sich der bei nur 8.000 Euro Investition?
- Regionale Förderungen: Gibt es in Baden-Württemberg zusätzliche Zuschüsse?
- Steuerliche Absetzbarkeit: Was kann man als Rentner steuerlich geltend machen?
Konkrete Kostenaufstellung meiner Recherche:
Variante 1 - "Billig-Lösung" (ca. 6.500 €):
- 15 x Jinko Solar 420W Module: 1.500 €
- Growatt 5000TL3-S Wechselrichter: 350 €
- Montagesystem + Verkabelung: 800 €
- Installation durch Elektriker: 3.500 €
- Anmeldung/Bürokratie: 350 €
Variante 2 - "Solide günstig" (ca. 8.500 €):
- 16 x Longi 450W Module: 1.800 €
- Sofar 6000TL Wechselrichter: 500 €
- Besseres Montagesystem: 1.000 €
- Installation durch Fachbetrieb: 4.500 €
- Anmeldung/Bürokratie: 350 €
- Monitoring-System: 350 €
Wo seht ihr die größten Sparpotentiale?
6. Fallstricke bei Billig-Anlagen: Worauf muss ich unbedingt achten, damit ich nicht auf unseriöse Anbieter oder Pfusch-Installationen hereinfalle? Welche Garantien sind wirklich wichtig?
7. Realistische Amortisationszeit: Bei 6,3 kWp Anlage für 8.000 € und 38 Cent Strompreis - wie realistisch sind 8-10 Jahre Amortisationszeit? Oder rechne ich zu optimistisch?
Konkrete Zweifel und Sorgen:
Qualität vs. Preis: Ich höre immer wieder "Wer billig kauft, kauft zweimal". Stimmt das auch bei Solaranlagen? Oder sind die Unterschiede zwischen teuren deutschen und günstigen chinesischen Komponenten marginal?
Service und Garantie: Wie ist der Service bei günstigen Anbietern? Bekomme ich in 5-10 Jahren noch Ersatzteile für einen Growatt-Wechselrichter?
Installation: Kann ich als handwerklich begabter Rentner die Module selbst aufs Dach montieren und nur die Elektrik vom Fachmann machen lassen? Oder ist das zu gefährlich/illegal?
Zusätzliche Überlegungen:
Ost-West-Aufständerung: Mein Dach zeigt nach Südosten. Sollte ich lieber eine Ost-West-Aufständerung wählen für gleichmäßigere Tagesproduktion? Oder ist das zu teuer?
Batteriespeicher später nachrüsten: Sollte ich die Anlage bereits "batterievorbereitet" planen, auch wenn ich erstmal ohne Speicher starte?
Versicherung: Welche Versicherungen sind bei günstigen Anlagen zwingend nötig? Reicht die normale Wohngebäudeversicherung?
Was ich NICHT will:
- Leasing/Miete: Will die Anlage kaufen, nicht mieten
- Überteuerung: Keine 15.000€ für 6 kWp bezahlen
- Komplett-Pfusch: Aber Qualität muss stimmen für 20+ Jahre Betrieb
- Ewige Wartezeiten: Möchte noch dieses Jahr installieren
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr eine günstige, aber solide Anlage realisiert? Über konkrete Anbieter-Empfehlungen, Kostenaufstellungen oder Warnungen vor schwarzen Schafen würde ich mich riesig freuen!
Besonders interessant wären:
- Erfahrungsberichte mit günstigen Komponenten nach 2-3 Jahren Betrieb
- Konkrete Kostenaufstellungen eurer Anlagen
- Tipps für Verhandlungen mit Installateuren
- Realistische Ertragserwartungen
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
P.S.: Falls jemand aus dem Raum Stuttgart/Heilbronn einen guten, günstigen Installateur empfehlen kann - gerne per PN!
Beste Grüße Wattmaster