Was sind eure größten Learnings nach dem ersten Jahr PV?

  • Hallo zusammen!

    Meine Anlage läuft jetzt seit genau einem Jahr und ich muss sagen: Die Realität sieht anders aus als die Theorie! Nicht schlecht, aber definitiv anders als erwartet.

    Deshalb meine Frage an euch: Welche Überraschungen, Erkenntnisse oder "Aha-Momente" hattet ihr nach den ersten 12 Monaten mit eurer PV-Anlage? Was hat euch positiv überrascht, was war ernüchternd?

    Meine wichtigsten Learnings:

    Positiv überrascht:

    • Winter-Erträge waren besser als gedacht - selbst bei Schneelage gab's noch 2-3 kWh am Tag
    • Eigenverbrauch lässt sich viel besser optimieren als erwartet (Waschmaschine, Spülmaschine zeitgesteuert)
    • Nachbarn sind neugierig und interessiert, nicht neidisch wie befürchtet

    Ernüchternd:

    • Verschattung wirkt sich drastischer aus als in der Simulation
    • Reinigung ist doch nötiger als gedacht (Vogelkot, Pollen)
    • Bürokratie nach der Installation (Finanzamt, Marktstammdatenregister) nervt mehr als die Installation selbst

    Unerwartete Erkenntnisse:

    • Checke täglich die App - ist wie ein neues Hobby geworden 📱
    • Wettervorhersage schaue ich jetzt ganz anders an
    • Stromverbrauch der Familie hat sich automatisch an sonnige Stunden angepasst

    Meine Fragen an die "Veteranen":

    • Verändert sich das Nutzungsverhalten nach Jahr 2-3 nochmal?
    • Welche langfristigen Wartungsarbeiten stehen an?
    • Lohnt sich eine Erweiterung nach den ersten Erfahrungen?

    Bin gespannt auf eure Geschichten - sowohl die schönen als auch die weniger schönen! 😊

    Grüße.....

  • Alex07 20. Juni 2025 um 17:33

    Hat den Titel des Themas von „„Hobbys und Leidenschaften: Wie sie euer Leben bereichert haben““ zu „Was sind eure größten Learnings nach dem ersten Jahr PV?“ geändert.
    • Offizieller Beitrag

    kann dich so gut verstehen! Bei mir läuft die Anlage jetzt im 4. Jahr - hier meine Erfahrungen:

    Was sich nach Jahr 1 nochmal geändert hat:

    Jahr 2-3: Der "Gewöhnungseffekt":

    • App-Checking wird weniger zwanghaft 😄 (von täglich auf wöchentlich)
    • Verbrauchsoptimierung läuft automatisch - Familie hat's verinnerlicht
    • Erste kleine Probleme: MC4-Stecker nachziehen, Monitoring-Ausfall

    Langfristige Erkenntnisse:

    Wartung alle 2 Jahre nötig:

    • Modulreinigung professionell (150€, aber 8% mehr Ertrag!)
    • Verschraubungen kontrollieren - Hitze/Kälte-Zyklen lockern was
    • Wechselrichter-Updates nicht vergessen

    Erweiterung nach 3 Jahren: Hab 6 Module auf der Garage nachgerüstet - beste Entscheidung! Kannte ja schon meinen Verbrauch und konnte perfekt dimensionieren.

    Finanzielle Überraschung: Steuererstattung war höher als gedacht - Abschreibung + Vorsteuer bringen richtig was!

    Unerwartete Entwicklung: Bin zum "Solar-Botschafter" in der Nachbarschaft geworden. 5 Anlagen in der Straße gehen auf meine Beratung zurück 😊

    Mein Rat für Jahr 2: Entspann dich! Die Anlage läuft, du kennst dein System. Jetzt geht's ums Feintuning statt ums Überwachen.

    Langzeit-Tipp: Führe ein Ertrags-Tagebuch - hilft später bei Problemen und Versicherungsfällen.

    Was planst du denn für Jahr 2? Erweiterung schon im Kopf? 🤔

    Grüße vom "alten Hasen"!

  • Manchmal habe ich das Gefühl, mit der PV-Anlage ist ein ganz neues Band zur Sonne gewachsen… Ich erlebe Tage, an denen jeder Sonnenstrahl fast wie ein Geheimzeichen wirkt – ein kleiner Glücksmoment, wenn die Anzeige aufspringt, als würde mein Dach leise applaudieren. Gleichzeitig aber diese stille Skepsis im Hinterkopf: Was kommt, wenn der Wechselrichter alt wird oder ein Sturm die Module küsst?

    Mich beschäftigt, wie sich die Sicht auf Energie verändert: Strom ist plötzlich nicht mehr aus der Steckdose – er ist Licht, Wetter, Tagesrhythmus. Manchmal merke ich, dass ich abends extra die Spülmaschine noch warte lasse, nur weil ich hoffe, dass morgen früh wieder diese goldene Sonne durchs Fenster fließt… Naja, ihr wisst schon, kleine Alltagsmagie. 🌦️

  • Was mir nach dem ersten Jahr PV besonders hängen geblieben ist: Die Erwartungen an „völlige Autarkie“ muss man erstmal runterschrauben. Im Sommer läuft’s super, aber dann kommt so ein zwei Wochen dauernder November-Grauschleier und plötzlich reicht’s vorne und hinten nicht, selbst mit voll optimiertem Tagesrhythmus. Hatte z.B. gedacht, dass der Speicher viel mehr abfangen kann – aber bei trübem Wetter ist der halt schnell leer… Bin mir da selbst unsicher, ob sich ein größerer Speicher jemals wirklich rechnet.

    Was mich immer mal wieder umtreibt: Wie schätzt ihr das Risiko durch technische Defekte ein? Also nicht nur Wechselrichter, sondern auch so Sachen wie plötzlicher Ausfall eines Strings. Macht es Sinn, sich da Ersatzteile hinzulegen oder reicht „abwarten und reparieren lassen“?

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